COVID-19 hat weltweit Millionen von Todesfällen verursacht und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. Um die Pandemie zu bekämpfen, hat Valneva VLA2001 entwickelt, den derzeit einzigen inaktivierten, adjuvantierten Ganzvirus-Impfstoffkandidaten gegen COVID-19, der in Europa in klinischen Studien entwickelt wird.

Über den Impfstoffkandidaten VLA2001


  • Inaktiviert
  • Adjuvantiert mit Alum und CpG1018
  • Ganzvirus-Impfstoffkandidat
  • Nutzung der Produktionsplattform des kommerziellen Impfstoffs gegen Japanische Enzephalitis (JE) von Valneva

 

Wirkungsweise

 

Bedingte Marktzulassung von der britischen MHRA und Notfallzulassung von der bahrainischen NHRA und den Vereinigten Arabischen Emiraten erteilt.


Im April 2022 erhielt VLA2001 die bedingte Marktzulassung durch die britische Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (MHRA) für die Grundimmunisierung von Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren. Dies folgt auf die Notfallzulassung, die von der bahrainischen NHRA im März 2022 erteilt wurde.
Am 16. Mai 2022 erteilten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine Notfallgenehmigung für die Verwendung von VLA2001.

 

Formales Prüfverfahren durch den CHMP der EMA eingeleitet


Die Europäische Arzneimittelagentur ("EMA") hat die Einreichung eines Zulassungsantrags für Valnevas inaktivierten COVID-19-Ganzvirus-Impfstoffkandidaten VLA2001 am 18. Mai 2022 akzeptiert (Pressemitteilung). Die Annahme des Zulassungsantrages bedeutet, dass VLA2001 vom rollierenden Prüfverfahren in das formale Prüfverfahren durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA übergeht. Wenn der CHMP Valnevas Antrag auf bedingte Marktzulassung akzeptiert, rechnet das Unternehmen im Juni 2022 mit einer positiven CHMP-Stellungnahme.

 

Liefervertrag mit der Europäischen Kommission


Das Unternehmen unterzeichnete im November 2021 einen Liefervertrag mit der Europäischen Kommission (Pressemitteilung).

 

Positive Phase 3-Ergebnisse


Positive Phase-3-Ergebnisse der randomisierten, beobachterblinden und kontrollierten Immunogenitätsstudie Cov-Compare zum Vergleich des Impfstoffkandidaten VLA2001 mit einem aktiven Vergleichsimpfstoff (Press Release)

~3000 Teilnehmer im Alter von 30 Jahren und darüber
~1000 Teilnehmer im Alter von 18-29 Jahren

  • Überlegene Titerwerte für neutralisierende Antikörper gegenüber dem aktiven Vergleichsimpfstoff
  • Serokonversionsrate bei neutralisierenden Antikörpern über 95% (Nicht-Überlegenheit gegenüber dem aktiven Vergleichsimpfstoff)
  • Generell gut verträglich (deutlich besseres Verträglichkeitsprofil als AZD1222)
  • Kein Auftreten von schweren COVID-19-Fällen trotz zirkulierender Varianten
  • VLA2001 induzierte breite T-Zell-Reaktionen gegen S-, M- und N-Proteine

 

Studien zu VLA2001 Booster, Jugendlichen und älteren Menschen

Valneva gab erste Ergebnisse bekannt, die bestätigen, dass VLA2001 die Immunität von Teilnehmern, die VLA2001 7-8 Monate zuvor als Erstimpfung erhalten hatten, deutlich verstärkte (Pressemitteilung). Valneva erwartet, dass weitere homologe Booster-Daten und erste heterologe Booster-Daten aus der Phase-3-Studie Cov-Compare veröffentlicht werden.

Valneva hat eine heterologe Booster-Studie mit VLA2001 gestartet, um Booster-Daten entweder nach einer Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff oder einer natürlichen COVID-19-Infektion zu erhalten. Sollten diese Daten positiv ausfallen, könnten sie den möglichen Einsatz von VLA2001 als heterologe Auffrischungsimpfung unterstützen, sofern die entsprechenden behördlichen Empfehlungen und Genehmigungen vorliegen.

Valneva kündigte die Rekrutierung von Jugendlichen als Erweiterung der Cov-Compare-Studie an (Pressemitteilung) und bereitet Studien mit Kindern (5-12 Jahre) vor. Außerdem hat Valneva die Rekrutierung von 306 Freiwilligen im Alter von 56 Jahren und älter in Neuseeland für die Studie VLA2001-304 abgeschlossen(Pressemitteilung)  

Kreuzneutralisierung gegen besorgniserregende Varianten

Valneva hat die Seren von geboosteten Teilnehmern auf Kreuzneutralisation gegen besorgniserregende Varianten, einschließlich Omikron, untersucht. Laborstudien haben gezeigt, dass die durch drei Dosen VLA2001 induzierten Serumantikörper sowohl das ursprüngliche SARS-CoV-2-Virus als auch die Omikron- und Delta-Varianten neutralisieren (Pressemitteilung).

Entwickelt und hergestellt in Europa


VLA2001 wurde von den F&E-Teams von Valneva in Frankreich und Österreich entwickelt. Es ist der einzige inaktivierte, adjuvantierte COVID-19-Ganzvirus-Impfstoffkandidat, der in Europa in klinischen Studien entwickelt wird.

Valnevas Produktionsstätte in Großbritannien


Die Produktionsstätte von Valneva in Livingston, Schottland, stellt seit mehr als einem Jahrzehnt von der FDA/EMA/MHRA zugelassene Reiseimpfstoffe in kommerzieller Qualität her.

 

Valnevas Abfüll- und Verpackungssanlage in Schweden


Die Kapatzitäten des Werks von Valneva in Solna, das zuvor für die Herstellung des Cholera-Impfstoffs des Unternehmens eingesetzt wurde, wurden erweitert, um die vollständige Abfüllung und Fertigstellung des Impfstoffs VLA2001 zu ermöglichen.

 

 

Häufig gestellte Fragen über VLA2001

Wie funktioniert der COVID-19-Impfstoffkandidat von Valneva (VLA2001)?

Als spezialisiertes Impfstoffunternehmen hat Valneva sein wissenschaftliches Know-how und seine Produktionskapazitäten genutzt, um einen neuen Impfstoff gegen COVID-19 zu entwickeln, der auf einer traditionellen, bewährten Impfstofftechnologie basiert: der Inaktivierung des gesamten Virus.

VLA2001 besteht aus inaktivierten Ganzviruspartikeln von SARS-CoV-2 mit hoher S-Protein-Dichte in Kombination mit zwei Adjuvantien, Alum und CpG1018. Diese Adjuvanskombination hat in präklinischen Experimenten durchwegs höhere Antikörperspiegel induziert als reine Alumformulierungen. Der Impfstoff wird mit Hilfe der etablierten Vero-Zell-Plattform von Valneva hergestellt, wobei die Herstellungstechnologie für den lizenzierten Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis von Valneva genutzt wird.

Wie unterscheidet sich der COVID-19-Impfstoffkandidat von Valneva von anderen bestehenden Covid-19-Impfstoffen?

VLA2001 ist derzeit der einzige inaktivierte, adjuvantierte Ganzvirus-Impfstoffkandidat gegen COVID-19 in der klinischen Entwicklung in Europa. Der Impfstoff basiert auf einer bewährten Technologie, die im Gegensatz zu neuartigen COVID-19-Impfstoffen, wie z. B. mRNA-Impfstoffen, bereits seit langem eingesetzt wird - insbesondere bei saisonalen Grippe- und Polio-Impfstoffen.

Bei einem inaktivierten Impfstoff wird das Virus abgetötet, aber die gesamte Virushülle bleibt erhalten. Im Vergleich zu COVID-19-Impfstoffen, die nur auf das Spike-Protein abzielen, hat der inaktivierte Impfstoffkandidat von Valneva daher das Potenzial, einen zusätzlichen Nutzen zu bieten, indem er die T-Zell-Antworten gegen weitere SARS-CoV-2-Proteine verstärkt.

Die positiven Phase 3-Ergebnisse für VLA2001 haben gezeigt, dass Valnevas COVID-19-Impfstoffkandidat eine breite T-Zell-Antwort gegen mehrere virale Proteine (S-, N- und M-Proteine) auslöst und gleichzeitig ein deutlich besseres Verträglichkeitsprofil aufweist als ein von der EMA zugelassener COVID-19-Impfstoff.

Darüber hinaus zeigten erste homologe Booster-Daten, dass eine dritte Dosis VLA2001 die Immunität bei Teilnehmern, die zwei Dosen VLA2001 als Erstimpfung erhalten hatten, signifikant verstärkte; und im Januar 2022 bestätigten Laborstudien die Fähigkeit von VLA2001, die Omikron- und Delta-Varianten zu neutralisieren, sowie dessen Potenzial für einen breiten Schutz.

Hat sich der COVID-19 Impfstoffkandidat von Valneva in klinischen Studien als sicher und wirksam erwiesen?

Im Oktober 2021 meldete Valneva positive Ergebnisse von Cov-Compare, der vergleichenden pivotalen Phase-3-Immunogenitätsstudie von VLA2001, in der der Impfstoff dem aktiven Vergleichsimpfstoff AZD1222 von AstraZeneca in Bezug auf die Titer der neutralisierenden Antikörper überlegen war und auch in Bezug auf die Serokonversionsraten nicht unterlegen war. Diese Daten bilden die Grundlage für die laufenden Zulassungsanträge von Valneva für VLA2001.

Darüber hinaus gab Valneva im Dezember 2021 erste positive Booster-Daten bekannt, die bestätigten, dass VLA2001 die Immunität von Teilnehmern, die VLA2001 als Erstimpfung erhalten hatten, deutlich verstärkte. Und im Januar 2022 bestätigten die Ergebnisse einer ersten Laborstudie die Fähigkeit von VLA2001, die besorgniserregenden Delta- und Omikron-Varianten zu bekämpfen, sowie das Potenzial von VLA2001 für einen breiten Schutz.

Ganz allgemein sind inaktivierte Impfstoffe sind eine bewährte Technologie, mit der in den letzten siebzig Jahren Milliarden von Menschen geimpft wurden – unter anderem gegen die saisonale Grippe und Polio. Valneva hat bereits erfolgreich einen anderen inaktivierten Impfstoff entwickelt und hergestellt, den lizenzierten Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis, und das Unternehmen hat die Produktionsplattform für diesen Impfstoff für die Herstellung von VLA2001 genutzt.

Wie steht der Impfstoffkandidat von Valneva im Vergleich zu bestehenden COVID-19-Impfstoffen?

Verschiedene Entwickler haben unterschiedliche Technologien zur Herstellung von COVID-19-Impfstoffen eingesetzt. Da der schutzbietende Grenzwert gegen COVID-19 – d. h. die Menge an neutralisierenden Antikörpern, die erforderlich ist, um vor einer Infektion zu schützen – noch nicht bekannt ist, sind Vergleiche von Daten zu neutralisierenden Antikörpern schwierig, da Unterschiede in der Menge an neutralisierenden Antikörpern, die von einem Impfstoff im Vergleich zu einem anderen produziert werden, nicht unbedingt darauf hindeuten, dass ein Impfstoff besser schützt als ein anderer.

Valneva gab positive Daten zur Erstimpfung und zur ersten homologen Auffrischung von VLA2001 bekannt. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dieser Impfstoffkandidat im Falle seiner Zulassung als einziger inaktivierter, adjuvantierter COVID-19-Ganzvirus-Impfstoffkandidat in der klinischen Entwicklung in Europa einen Mehrwert für das COVID-19-Impfstoffportfolio darstellen könnte.

Im Oktober 2021 gab Valneva positive Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie Cov-Compare zu VLA2001 bekannt. Demnach wies VLA2001 ein deutlich besseres Verträglichkeitsprofil auf und führte zu höheren Antikörpertitern (der Test, der das Vorhandensein von Antikörpern im Blut einer Person nachweist und deren Menge misst) als AZD1222 von AstraZeneca. Darüber hinaus bestätigten im Januar 2022 die Ergebnisse einer ersten Laborstudie die Fähigkeit von VLA2001, die besorgniserregenden Delta- und Omikron-Varianten zu bekämpfen, sowie dessen Potenzial für einen breiten Schutz.

Warum entwickelt Valneva einen COVID-19-Impfstoff?

Als spezialisiertes Impfstoffunternehmen nutzt Valneva sein Fachwissen und seine Fähigkeiten, um den einzigen inaktivierten, adjuvantierten COVID-19-Ganzvirus-Impfstoffkandidaten in Europa zu entwickeln. Inaktivierte Impfstoffe sind eine bewährte Technologie, mit der in den letzten siebzig Jahren weltweit Milliarden von Menschen geimpft wurden. Valneva erhält täglich Nachrichten von Menschen aus der ganzen Welt, die sich gerne mit VLA2001 impfen lassen möchten. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass sein Impfstoff im Falle einer Zulassung dazu beitragen könnte, die Impflücke zu schließen und die Durchimpfungsrate erhöht, insbesondere bei Menschen, die neuen Technologien gegenüber zögerlich sind.

Eignet er sich als Auffrischungsimpfstoff?

Während sich Valneva auf den Abschluss der Zulassungsanträge für die Zulassung zur Verwendung als Erstimpfung konzentriert, arbeitet das Unternehmen parallel dazu intensiv daran, VLA2001 als möglichen Auffrischungsimpfstoff entwickeln zu können.

Die Dauer des Schutzes durch die derzeitigen Impfstoffe lässt vermuten, dass wiederholte Dosen erforderlich sind, um höhere Antikörperspiegel aufrechtzuerhalten. Im Dezember 2021 gab Valneva erste positive Daten zu homologen Auffrischungsimpfungen bekannt, die bestätigten, dass VLA2001 die Immunität bei Teilnehmern, die sieben bis acht Monate nach der Erstimpfung mit VLA2001 eine Auffrischungsdosis erhielten, signifikant verstärkte.

Im Januar 2022 kündigte Valneva außerdem den Beginn von Auffrischungsimpfungen bei erwachsenen Teilnehmern der Phase-3-Zulassungsstudie Cov-Compare an. Diese Auffrischungsimpfung soll sowohl homologe als auch erste heterologe Auffrischungsdaten liefern, um bisherige positive Ergebnisse der homologen Auffrischungsimpfung zu ergänzen.

Ist der COVID-19-Impfstoffkandidat von Valneva gegen Omikron und andere Varianten wirksam?

Im Januar 2022 gab Valneva die Ergebnisse einer Laborstudie bekannt, die zeigt, dass die durch drei Dosen VLA2001 induzierten Serumantikörper die Omikron-Variante neutralisieren. 100% der getesteten Serumproben wiesen neutralisierende Antikörper gegen die Delta-Variante und das Stammvirus (Wuhan) auf, und 87% gegen die Omikron-Variante. Dies deutet darauf hin, dass VLA2001 einen breiten Schutz gegen das SARS-CoV-2-Virus bieten kann, obwohl weitere Studien erforderlich sind, um den Schutz gegen spezifische Varianten zu bestimmen.

Wo wird der COVID-19 Impfstoff von Valneva hergestellt?

Seit Januar 2021 stellt Valneva den Impfstoffkandidaten VLA2001 an seinem Standort in Livingston, Schottland, her, und der vollständige Abfüll- und Fertigstellungsprozess für den Impfstoffkandidaten findet am Standort des Unternehmens in Solna, Schweden, statt. Darüber hinaus gab Valneva im November 2021 eine Zusammenarbeit mit IDT Biologika bekannt, um den Arzneimittelwirkstoff von VLA2001 zusätzlich zum Produktionsstandort von Valneva in Livingston, Schottland, in dessen Anlagen in Dessau-Roßlau, Deutschland, herzustellen.

 

Weitere Informationen über COVID-19

 

Medizinische Anfragen zum COVID-19-Impfstoffkandidaten

T: +43 1 20620 1444
covid19@valneva.com